Was muss ein guter Bürostuhl mindestens können/leisten?

Bürostuhl schwarz

Ein guter Bürostuhl – was ist wichtig?

  • Der Stuhl ist mindestens mit dem GS-Siegel versehen.
  • Die Verstellteile bzw. Verstellhebel des Stuhl sind leicht zugänglich und leicht zu bedienen.
  • Der Stuhl ist durch mindestens 5 Rollen standsicher.
  • Die Rückenlehne ist permanent neigbar. Sie stützt ständig die Wirbelsäule und folgt all Ihren Bewegungen ohne Verzögerung. Arretiermöglichkeiten für verschiedenen Sitzpositionen sind sinnvoll.
  • Noch besser unterstützt Sie eine “Synchron-Mechanik”. Dabei wird mit der Neigung der Rückenlehne eine Neigung der Sitzfläche erreicht, die sich nach der Veränderung der Körperhaltung richtet.
  • Der Gegendruck der Rückenlehne ist auf ihr Körpergewicht einstellbar.
  • Die Rückenlehne ist ausreichend hoch, dass ihr Oberkörper bis in den Bereich der Schultern gestützt wird.
  • Die Rückenlehne ist entweder höhenverstellbar oder verfügt über eine in der Höhe verstellbare Lendenwirbel-Abstützung (Lumbalstütze).
  • Die Sitzfläche ist in der Höhe verstellbar (Standard 42 cm bis 53 cm). Bei größeren Menschen ist eine größere Spanne der Höhenverstellung notwendig, bei kleineren Menschen unterstützt eine Fußstütze die Sitzposition sinnvoll.
  • Die Sitzfläche ist anatomisch so geformt, dass sie dem Becken nach vorne Halt gibt und dadurch in allen Stellungen der Rückenlehne das Herausrutschen aus dem Sitz verhindert.
  • Eine unterschiedliche, körpergerechte Druckverteilung verhindert auch bei längerem Sitzen die Beeinträchtigung der Blutzirkulation und damit des Wohlbefindens.
  • Luftdurchlässig, atmungsaktive Polster sorgen für ein gesundes, “trockenes” Klima.
  • Eine Tiefenfederung in der Stuhlsäule schützt vor Stauchung der Wirbelsäule auch bei heftigem, schwungvollen Hinsetzen.
  • Die Armstützen sind leiht nach vorne geneigt. Zur Anpassung an Körpermaße oder situatives Verhalten ist ihre Höhenverstellbarkeit zu empfehlen.buerostuhl-schwarz

Tipps zum Wohle Ihres Rückens

Nehmen Sie sich zum Wohle Ihres Rückens ruhig den Zappelphilipp zum Vorbild. Vergessen Sie, dass Sie als Kind immer ermahnt wurden, still zu sitzen.
Bewegen Sie sich auf Ihrem Stuhl so oft, wie Sie es in Ihren ersten Schuljahren gerne getan hätten. Schon stündlich zwei bis vier bewusste Haltungswechsel zwischen Stehen, Sitzen und Bewegen entlasten den Rücken, trainieren die Muskulatur, verbessern die Atmung, regen Herz-Kreislauf an und führen damit zu einem allgemein besseren Wohlbefinden.

  • Sitzen Sie dynamisch – wechseln Sie oft die Position.
  • Achten Sie auf eine möglichst aufrechte Sitzhaltung.
  • Stehen Sie beim Telefonieren, zur Postbearbeitung oder zu Gesprächen mit Kollegen auf.
  • Stellen Sie Ordner, die Sie öfter brauchen, ruhig in ein entferntes Regal.
  • Machen Sie regelmäßig Dehnungsübungen für Hals, Nacken und Beinmuskulatur.
  • Erlernen Sie Entspannungsübungen wie autogenes Training. Rückenschmerzen sind oft auch die Folge von Stress.
  • Gehen Sie beim Aufheben von Gegenständen in die Knie statt den Rücken zu krümmen. Schaffen Sie sich ein Stehpult an. Der Wechsel zwischen einem Stehpult und einem Schreibtisch entlastet den Rücken.

 

Wie Sie Ihren Stuhl richtig einstellen

Wenn Sie den passenden Stuhl gefunden haben, kommt es auf die richtige Einstellung an. Ihre persönliche Einstellung haben Sie mit dem Kauf des ergonomischen Stuhls schon bewiesen, jetzt müssen Sie diesen aber noch Ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen. Jeder Stuhl ist schließlich nur so gut, wie er auf seinen Besitzer eingestellt ist:

  • Sitzhöhe:
    Wenn die Füße fest auf dem Boden stehen und bei locker herabhängenden Schultern die Unterarme bequem auf der Arbeitsfläche aufliegen, ist die Höhe der Sitzfläche in Ordnung. Als kleiner Mensch benötigen Sie vielleicht nur eine Fußstütze, um besser zu sitzen.
  • Rückenlehne:
    Ist Ihre Rückenlehne hoch genug eingestellt, um bei regelmäßiger, längerer Bildschirmtätigkeit auch den Schulterbereich zu stützen? Die Lumbalstütze (Aufpolsterung im unteren Teil der Rückenlehne) sollte sich bei richtiger Einstellung etwas oberhalb der Gürtellinie befinden.
  • Gegendruck:
    Stellen Sie den Gegendruck durch die so genannte Federkrafteinstellung entsprechend Ihrem Körpergewicht und Ihrer Rumpfgröße ein. Der Oberkörper sollte sich sowohl bei der Vor- als auch bei der Zurückbewegung im Gleichgewicht befinden.
  • Armlehnen:

    Sind die höhenverstellbaren Armlehnen richtig justiert? Bei richtiger Einstellung sind die Schultern bei Auflage der Unterarme vollkommen entlastet.

     

  • Sitztiefe:
    Ist die Sitztiefe Ihres Stuhles verstellbar? Wählen Sie die Sitztiefe so, dass bei vollem Rückenlehnenkontakt zwischen Kniekehlen und Sitzvorderkante noch zwei Finger breit Platz ist.

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